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Sterngeflüster

Winterliebe

Es schneit, mein Oststern, flockig weiß,
Dringts aus des Himmels Grauen.
Nimm meine Hand, den Mann aus Schnee,
Den möcht’ ich mit dir bauen.

(…)

Es schneit, mein Oststern, flockig weiß,
Dringts aus des Himmels Grauen.
Nimm meine Hand, den Mann aus Schnee,
Den möcht’ ich mit dir bauen.

Was zögerst du, liegt in der Brust
Noch Schnee vergangner Tage?
Wiegt noch so schwer die alte Last,
Des Herzens kalte Klage.

Komm folge mir, hinein ins Weiß,
Doch halt, musst dich besinnen:
– Und was, wird auch der neue Schnee
Mir durch die Hände rinnen? –

Sei unbesorgt, nimm meine Hand,
Lass uns den Schneemann bauen.
Der alte Schnee auf deinem Herz;
Mein Stern, an seinem soll er tauen!