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Lyrik

An Mareike

Wolkenbruch und Regenschauer
Kai und Pier, das große Meer,
Und ich schau der See entgegen,
Einsam, stumm. Gedankenleer

(…)

Wolkenbruch und Regenschauer
Kai und Pier, das große Meer,
Und ich schau der See entgegen,
Einsam, stumm. Gedankenleer

Ahne ich die Nimbuswolken,
Die schwarz glühn am Horizont
In der roten Abendsonne
Auf der kalten Wetterfront,

Und die weißen Segelboote,
Die da wankeln, Mast an Mast,
Pflügend durch die hohen Wellen,
Von dem Böenwind erfasst.

Fest erfasst ist auch die Seele
Von der Brise, von dem Sturm,
Matt und müd ist meine Sehnsucht.
Suchend ihren Leuchtenturm

Setzt sie, wie von dichtem Nebel
Grau umringt, im Dämmerlicht
Auf die Sandbank vor der Mündung,
Harsch umspült von rauer Gischt:

Nun, mein morsches Wrack der Hoffnung
Bist du also havariert!
An der tristen Travemündung
Von den Rufen unbeirrt,

Jetzt kannst du im Schlick verrotten.
Gilt es endlich: Dreck zu Dreck;
Und der stolze Sehnsuchtswimpel
Wirds dir weisen, hoch von Deck.

Hier kannst du ins Dunkel stürzen,
Schau hinab, ein Meer …