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Aphorismen

Spiel und Spaß

Aphorismen aus dem Umfeld von Spiel und Spaß.

Um ihnen die Verantwortung und Bürde von Macht adäquat und anschaulich zu vermitteln, müsste man einen jeden unserer unnützen und rückgratlosen Poliker eigentlich dazu zwingen, einen Grand Strategy Titel von Paradox durchzuspielen. Dort dürften sie dann, auf höchstem Schwierigkeitsgrad und in stundenlanger Kleinstarbeit, ihr bescheidenes Reich aufbauen, und das nur, um anschließend von der nächstbenachbarten Großmacht gnadenlos in den Dreck getreten zu werden.

Im Spiel gibt es wohl nichts befriedigenderes als den hinterhältigen Dolchstoß zum Sieg.

Nirgends sonst werden die menschlichen Abgründe schonungsloser offenbart als dort, wo es um nichts geht: Beim Spiel.

Im Spiel wie im Leben ist es so, dass meist nicht derjenige gewinnt, der die Regeln klug für sich zu nutzen weiß, sondern derjenige, der sie in seinem Sinne exploitiert, erweitert, oder gar außer Kraft setzen kann.

Lehrreich wird ein Spiel genau dann, sobald es in der Simulation mündet.

Was das Spiel der Simulation immer voraus hat, ist die Offenheit seiner Entwicklung, und damit auch die Wahrscheinlichkeit zur Absurdität.