Am Bett, vor den blanken Wänden,
Da hab ich zwei Bilder stehn
Und ja, ganz ehrlich, nur selten
Mich selbst so glücklich gesehn.

Da liegen, im steilen Winkel
Von oben fotografiert,
Auf einer Matratze am Boden
Zwei junge Menschen liiert,

Und wenn ich die beiden so sehe,
Spür ich, ach, wieder ganz nah
Den Nachklang der lieblichen Küsse,
Und Worte, so rein und so klar:

– Das ist ein schreckliches Foto!
Da werd ich wie fünfzehn aussehn! –
Und mir das auch noch gefiele,
Natürlich: Und wunderschön,

Das warst du, mein persisches Schmuckstück!
Doch, sei dir sicher, auch nur,
Weil du ja schon doppelt zähltest
Die Tage auf deiner Uhr.

Wie viele der Hundeleben
Sag, wirst du noch kommen sehn?
Wie viel deiner Soffbahnenmeter
Als Kleid wird im Wind noch verwehn?

Wie oft, sag, werden wir beide
Noch lieben? Wer weiß, ich weiß bloß
Ein Teil von dir ist geblieben
In mir, und der ist groß.