Mein Stern, was schrieb ich dir sehnsuchtsvoll
Geschichten und schöne Gedichte.
Ich sprach von Saphiren, so lieblich und süß,
In deinem Engelsgesichte.

Beim Himmel! Von deiner Wange Licht,
Und von deiner Lippen Röte,
Mein Fischermädchen, auch das warst du,
Ich schrieb von Heine und Goethe.

Für dich war ich Dichter; und jedes Gedicht
Hat hell dir im Auge geschienen.
Die Tage der Welt, die vergeß ich das nicht:
Den Diamant und die Rubinen!

Und heute, ach heute, da schweige ich,
Ich schaue nach oben und schweige.
Dein funkeln, es bricht durch die Wolken das Licht
Auf welches ich immerzu zeige.

Doch keiner versteht mich, die um mich herum,
Die haben den Kram nie gelesen.
Die lachen nur herzlich, sobald ich erzähl,
Wie anmütig bist du gewesen.

Verloren, das bin ich, im Niemandsland!
Leb’ irgendwo zwischen den Welten.
Entsprungen, das bin ich, der Arbeiterschaft,
Doch fühle ich nicht mit derselben.

Mit andern hingegen, dem Großbildungstum,
Studierten, und klugen Doktoren,
Schlag ich mich herum, tagein und tagaus,
Doch die kannten nie meiner Sorgen!

Mein Herz, ja, das schlägt in der Arbeiterbrust
Mein Kopf jedoch denkt akademisch
Und oben am Himmel, da funkelt mein Stern;
Du funkelst, und funkelst mir ewig.