• Monatliche Archive: Oktober 2019

Rosenzauber

Eine Rose, die soll bleiben
Hier bei dir, und mir zuhaus.
Und so zog ich eine Rose
Aus dem roten Rosenstrauß.

Eine rote Zauberrose
Aus dem roten Rosenchor
Und verzückt die Wangen haltend
Brachtest du kein Wort hervor.

Fielst du stumm in meine Arme
Und die Lippen, rosenrot,
Konnten kaum ihr Glück mehr halten;
Kuss um Kuss zum Kussverbot:

– Halt, genug, ich bin bezaubert,
Und du bist der Zauberer. –
Ach, wenn ich nur zaubern könnte
Und ein Zauberer bloß wär…

Dann, ja dann, stünd diese Rose
Immerrrot und niemals welk,
Ganz so, wie der Traum nach Liebe
Mir das Herz zusammenhält,

Und, ja dann, stünd dort am Himmel
Tief im Osten, weit und fern
Liebevoll und rosenfunkelnd,
Sehnsuchtsnah mein einer Stern,

Und es stünden doch wir beide
Hier nicht nachts am Straßenrand;
Und ich hielt nicht abschiedsängstlich,
Morgenfürchtig deine Hand.

Die Christbaumkugel

Kekse, Plätzchen, Schokolade,
Lebkuchen und Marzipan,
Voll die Arme, klein die Hände
Und ein Lächeln, sanft und warm

Funkeln aus der Christbaumkugel,
Rot beschichtet, gold bestickt,
Mir entgegen, und behutsam
Greifst du nach dem Sehnsuchtsstück.

Ziehst du von metallnem Aste
Eine Kugel, zwei, und mehr:
– Welche von den vielen Kugeln,
Ach, denn nun die Schönste wär? –

Nimm die Feueropalrote,
Die mit goldnem Weihnachtsstern.
Strahlen soll er, hoch vom Baume
Funkeln, und das gut und gern!

– Ja, die funkelnd Feuerrote,
Die mit Stern, die soll es sein. –
Sei behutsam! Sprüht erregend
Sie denn in mein Herz hinein

Hohe Flammen, und die Liebe.
Liebe sprüht sie in mein Herz.
Die schlägt hell in dunkle Räume
Zu den Sternen himmelwärts,

Und wenn du am Weihnachtsabend
Lächelnd stehst in dunklem Raum,
Dann schau hoch, aus dieser Kugel
Strahlend dir vom Tannenbaum!

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